Onlinebefragung

Optimisten glaubt man nicht

Koch, Thomas; Peter, Christina & Obermaier, Magdalena

Optimisten glaubt man nicht

Wie sich die wiederholte Darbietung valenzbasierter Frames auf die Glaubwürdigkeit der Botschaft und des Kommunikators auswirkt

Die positive bzw. negative Formulierung statistischer Aussagen beeinflusst deren Glaubwürdigkeit: Personen halten negativ formulierte Statements für glaubwürdiger als positiv formulierte. Ein Beispiel dafür wäre die Aussage, dass 20% der Ehen in den ersten zehn Jahren geschieden werden. Man könnte ebenso gut sagen, dass 80% der Ehen länger als zehn Jahre bestehen. Letztere, positiv formulierte, Aussage wird jedoch weniger geglaubt als die inhaltlich völlig identische negative Formulierung. Die Untersuchung prüfte diesen Effekt mit Hilfe eines Interviews. Auch hier zeigte sich der Effekt. Zudem hielten die Probanden auch den Interviewten für glaubwürdiger, wenn er Aussagen negativ formuliert (wenn er z.B. sagte, dass ein Viertel der Bürger nicht bereit sind Organe zu spenden, anstatt zu formulieren, dass drei Viertel der Bürger bereit sind Organe zu spenden). Eine Person, die ihre Aussagen durchgehend in positives Licht rückt, wirkt also weniger vertrauenswürdig; ein Pessimist wird hingegen glaubwürdiger eingeschätzt.

Steckbrief

Titel (deutsch): Optimisten glaubt man nicht. Wie sich die wiederholte Darbietung valenzbasierter Frames auf die Glaubwürdigkeit der Botschaft und des Kommunikators auswirkt
Titel (englisch): Never trust an optimist - effects of valence-framing on message and source credibility
Erhebungszeitraum: 09/2012
Stichprobe (effektiv): 1.023
Stand der Informationen: 11.04.2013

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Thomas Koch

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